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Vademecum , Seite 5 von 25

A.1.3 REM_ARS_3: Bildung von Repräsentantentypen

Dieses Set umfasst die Arbeitsregeln (ARG) für die Bildung von REM:Repräsentantentypen und Wertemengen.
+Hinweis

Ein REM:Repraesentant ist Stellvertreter einer Entität - zum Beispiel in einem REM:Datenelement. Ein Repraesentant vertritt die Dokumentarische Bezugseinheit, ein weiterer ihr Attribut (den "Wert" der Relation) und ein dritter die Rolle, die das Attribut für die DBE spielt. Derzeit fungieren REM Namen, Identifikatoren und Dokumentationseinheiten als Repräsentanten.
Der einfachen Verstaendigung halber werden die Inhaber von Rollen im folgenden als "Werte" bezeichnet.
Beispiel: In der Rolle "Komponist_von" ist Mozart der Wert der Relation. Mozart = Komponist_von ( KV495 )

Dies entspricht dem dokumentarischen Sprachgebrauch, ist jedoch ungluecklich, da "Werte" i.e.S. Funktionen vorbehalten sind, also den Argumenten des Definitionsbereiches (hier KV495) eindeutig zugeordnet werden koennen muessten.

Repräsentanten werden zu Klassen (oder Mengen) zusammengefasst (Repraesentant.Typ in kanonischer Schreibung). Eine Repraesentantenklasse kann fungiert als Quell- oder Zielmenge einer Rolle fungieren.
Alle Beispiele auf dieser Seite sind ad hoc formuliert und entstammen nicht in allen Fällen dem REM.WB.
RegelnREM_ARG_19: Ein-Eindeutigkeit von Repraesentanten desselben Typs
Zwischen den zu einem Typ gehörigen Repräsentanten und ihren Bezugseinheiten (Denotaten) soll eine ein-eindeutige Beziehung bestehen: Repraesentanten beziehen sich auf Entitaeten; dabei soll (a) kein Reprasentant mehr als eine Entitaet vertreten (Eindeutigkeit der Referenz); (b) jede Entitaet im Geltungsbereich eines Repraesentantentyps genau von einem Repraesentanten vertreten werden (Verbot koextensionaler Repraesentanten).

Beispiel: Der Repraesentant KV495 aus dem Typ KOECHELVERZEICHNIS steht fuer das 4. Hornkonzert in Es-Dur. (a) KV495 darf (innerhalb KOECHELVERZEICHNIS) fuer kein anderes Werk stehen; (b) das 4. Hornkonzert darf keine andere KV-Nummer (in KOECHELVERZEICHNIS) tragen.

+ Regeln
+REM_ARG_20: Eindimensionalitaet von Wertemengen
Die Teilklassen einer Wertemenge sollen trennscharf (disjunkt) sein.

Beispiel: Die Teilmengen RUND und DREIECKIG einer Wertemenge BEISPIEL_#1 sind trennscharf. Die Teilmengen RUND, DREIECKIG, BLAU und ROT aus BEISPIEL_#2 sind nicht trennscharf.

+REM_ARG_21: Vermeidung verdeckter Mehrdimensionalitaet
Die Trennschaerfe von Teilklassen einer Wertemenge (vgl. REM_ARG_20) soll nicht durch Schnittmengenbildung erzielt werden.

Beispiel: Aus den Teilmengen RUND, DREIECKIG, BLAU und ROT aus BEISPIEL_#2 ließen sich in die trennscharfen Mengen RUND_BLAU, RUND_ROT, DREIECKIG_BLAU, DREIECKIG_ROT (und RUND_UND_NICHT_BLAU-ODER-ROT usw.) bilden (BEISPIEL_#4).

Die Repraesentantentypen solcher versteckt mehrdimensionalen Wertemengen (Form und Farbe) sind umstaendlich zu verwalten und anwendungsfalluebergreifend abzustimmen.

Letzte Aktualisierung: 2008-07-01 15:17:51, Michael Hafner

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